Rentenbesteuerung

Rentenbesteuerung-Rechner - Wie erfolgte die Rentenbesteuerung nach dem Alterseinkünftegesetz und wie werden private Renten besteuert?

 

  Rentenbesteuerung




Steuerjahr  Kirchensteuer % Zusammenveranlagung   
       
Renten nachgelagerte Besteuerung
Jahr des Rentenbeginns  
Bruttojahresrente  Euro  Euro  
Bruttojahresrente im Jahr nach Rentenbeginn  Euro  Euro  
       
Private Renten Private Rente 1 Private Rente 2  
Vollendetes Lebensjahr bei Rentenbeginn  . Lebensjahr  . Lebensjahr  
Bruttojahresrente  Euro  Euro  
       
Werbungskosten Renten
ggfs. Pauschbetrag
Abzugsf. Beiträge Krankenvers. und Pflegevers. Sonst. abzugsfähige Ausgaben  
 Euro  Euro  Euro  




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Der Rentenbesteuerung-Rechner soll einen vereinfachenden und kurzen Einblick über die Besteuerung der Renten geben. Der online Einkommensteuerrechner ermittelt dabei zunächst das Zu Versteuernde Einkommen. Bei den sonstigen abzugsfähigen Ausgaben können dazu etwa Versicherungsbeiträge, außergewöhnliche Belastungen oder weitere Sonderausgaben steuermindernd berücksichtigt werden. Die erhöhten Freibeträge für 2017 und 2016 wurden bei den Rentenbesteuerungsberechnungen berücksichtigt. Eine Gewähr für die Richtigkeit der Steuerberechnungen erfolgt nicht.

Eine Übersicht zur Rentenbesteuerung und weiterführende Erklärungen finden Sie auf dem nachfolgenden Link mit Informationen zur Steuererklärung für Rentner und zur Rentenversteuerung. Zusätzlich finden Sie hier Infos zum Altersentlastungsbetrag für Rentner sowie zur Versteuerung von Versorgungsbezügen. Schauen Sie auch unter folgendem Link für weitere Rentenrechner.

   

Rentenversteuerung der Altersrente

Seit dem Jahr 2005 hat sich die Rentenbesteuerung der Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung geändert. Während vorher grundsätzlich der Ertragsteil der Renten besteuert wurde, erfolgt die Rentenbesteuerung der Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung seit 2005 im Rahmen der sogenannten nachgelagerten Besteuerung. Die Gesetzesgrundlage zu dieser "Rentensteuer" findet sich in §22 EStG.

Maßgebend ist hierbei der Besteuerungsanteil bei Rentenbeginn. Für alle Altersrenten, die in 2005 bereits bestanden haben, beträgt der Besteuerungsanteil entsprechend 50 %. Für Altersrenten, welche in 2006 beginnen, beträgt der Besteuerungsanteil bereits 52%. Dieser Anteil steigt bis zum Jahr 2020 in Schritten von 2% auf 80% und ab dann bis zum Jahr 2040 in 1% Schritten auf 100%.

Beachten Sie bitte dass diese Prozentsätze nicht mit einer Rentensteuer im Sinne der Einkommensteuer auf die Altersrente zu verwechseln ist. Der Besteuerungsanteil der Rente wird lediglich als Bemessungsgrundlage für die Ermittlung der Einkommensteuer herangezogen. Der nicht zu versteuernde Teil der Jahresrente gilt als eine Art Steuerfreibetrag, welcher in dieser Höhe während der gesamten Laufzeit der Rente gewährt wird.

Gesetzliche Renten, wie die große Witwenrente, die kleine Witwenrente oder die Weisenrente und Halbweisenrente werden ebenfalls entsprechend der nachgelagerten Besteuerung besteuert.
   

Rentenbesteuerung private Rentenversicherung

Auch bei privaten Renten muss zwischen den verschiedenen Rentenarten genau unterschieden werden. Eine private Rentenversicherung kann etwa als so genannte Rürup Rente oder als eine Riester Rente abgeschlossen werden. Auf die Besteuerung dieser beiden Renten und deren staatliche Förderung wird nachfolgend eingegangen.

Andere private Renten können mit dem Ertragsanteil besteuert werden. Entscheidend ist in diesem Fall nicht der Beginn der Rente, sondern das Alter des Rentenempfängers. Nähere Erläuterungen und eine Ertragsanteil-Tabelle für private Renten ist unter dem gerade genannten Link zu finden.
   

Rürup-Rente

Die Rürup Rente wird auch Basisrente genannt. Es handelt sich bei dieser Rente um eine kapitalgedeckte private Rentenversicherung, welche von zahlreichen Versicherungsunternehmen angeboten wird. Die gesetzlichen Vorschriften für die Besteuerung dieser Rente finden sich in §10 (1) Nr.2 b) EStG. Hier steht, dass folgende Versicherungsbeiträge gegebenenfalls als Sonderausgaben steuerlich abziehbar sind:

"Beiträge des Steuerpflichtigen zum Aufbau einer eigenen kapitalgedeckten Altersversorgung, wenn der Vertrag nur die Zahlung einer monatlichen auf das Leben des Steuerpflichtigen bezogenen lebenslangen Leibrente nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahres oder die ergänzende Absicherung des Eintritts der Berufsunfähigkeit (Berufsunfähigkeitsrente), der verminderten Erwerbsfähigkeit (Erwerbsminderungsrente) oder von Hinterbliebenen (Hinterbliebenenrente) vorsieht; Hinterbliebene in diesem Sinne sind der Ehegatte des Steuerpflichtigen und die Kinder, für die er Anspruch auf Kindergeld oder auf einen Freibetrag nach § 32 Absatz 6 hat; der Anspruch auf Waisenrente darf längstens für den Zeitraum bestehen, in dem der Rentenberechtigte die Voraussetzungen für die Berücksichtigung als Kind im Sinne des § 32 erfüllt; die genannten Ansprüche dürfen nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar sein und es darf darüber hinaus kein Anspruch auf Auszahlungen bestehen."

Eine Rürup-Rente muss demnach zusammengefasst folgende Voraussetzungen für die steuerliche Begünstigung erfüllen:

Der Rentenversicherungsvertrag darf

- nicht vererblich sein. Eine Hinterbliebenenrente ist aber im Rahmen des Einkommensteuergesetzes aber möglich.

- nicht übertragbar sein,

- nicht beleihbar sein. Es muss also vertraglich ausgeschlossen sein, dass die Ansprüche etwa sicherungshalber abgetreten oder verpfändet werden können. nicht veräußerbar sein.

- nicht kapitalisierbar sein. Das Recht auf Kapitalabfindung der Rentenzahlungen muss also ausgeschlossen sein.

Weitere gesetzliche Bestimmungen zur Zertifizierung von Rürup - Rentenversicherungsverträgen finden sich auch unter §5a Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz.

   

Steuervorteile für Rürup Rente in der Einzahlungsphase

Bei der Rentenbesteuerung der Riester Rente, Rürup Rente oder Altersrente stellt sich häufig die Frage, wie diese Renten durch das Finanzamt besteuert werden. Dabei stellt sich zum einen die Frage, wie die Beiträge zur Rürup Rente, Riester Rente oder gesetzlichen Altersrente bei der Einzahlung der Beiträge in der Steuererklärung steuerlich berücksichtigt werden können. Zum anderen stellt sich aber auch die Frage, wie die gesetzlichen oder privaten Renten in der Auszahlungsphase besteuert werden.

In der Einzahlungsphase zur Rürup-Rente (Basisrente) kommt es zu einer steuerlichen Begünstigung. Die staatliche Förderung der Rürup-Rente erfolgt dabei über die Abzugsfähigkeit der Beiträge bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 Euro bzw. bei Zusammenveranlagung in Höhe von 40.000 Euro. Es ist aber nicht die Summe der eingezahlten Versicherungsbeiträge bis zu diesem Höchstbetrag absetzbar, sondern nur ein bestimmter Prozentsatz, welcher im Jahr 2005 60% betrug. Der Prozentsatz wird stufenweise bis 2025 um 2% pro Jahr angehoben. Im Jahr 2011 beträgt er demnach 72% und im Jahr 2012 entsprechend 74%. Die Rürup Rente eignet sich besonders für Selbständige bzw. Freiberufler. Der Höchstbetrag ist bei Angestellten um den Betrag zu kürzen, der dem Gesamtbeitrag (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) zur allgemeinen Rentenversicherung entspricht.

Insbesondere bei Abfindungsfällen kann der Abschluss einer Rüruprente entsprechend zu einer Steuervergünstigung führen. Zu Details befragen Sie einen Steuerberater.

   

Rentenbesteuerung der Rürup Rente in der Auszahlungsphase

Die Rentenbesteuerung der spätere Rentenzahlung aus der Rürup-Rente verhält sich steuerlich wie die Altersrente der gesetzlichen Rentenversicherung. Der Besteuerungsanteil richtet sich demnach nach dem Rentenbeginn und nicht nach dem Renteneintrittsalter. Der Besteuerungsanteil der Rürup-Rente beträgt bei Rentenbeginn im Jahr 2017 somit 74 %.

   

Steuerliche Förderung Riester Rente

Die steuerliche Förderung der Riester-Rente erfolgt auf zwei Wegen. Zum einen wird eine Zulage festgesetzt, zum anderen kommt ein Sonderausgabenabzug in Betracht. Im ersten Schritt wird auf Antrag die progressionsunabhängige Zulage gewährt. Im zweiten Schritt wird dann bei der Einkommensteuerveranlagung eine Günstigerprüfung durchgeführt. Dabei wird ermittelt, ob der Sonderausgabenabzug günstigere Auswirkungen als die Zulage für die Riester Rente zur Folge hat. Ist der Sonderausgabenabzug günstiger, so wird dieser gewährt und die Riester Zulage entsprechend gegen gerechnet. Im anderen Fall bleibt es bei der gewährten Zulage.

Aufgrund dieser Regelung besteht die steuerliche Förderung in der Einzahlungsphase zumindest in einer steuerlichen Abzugsmöglichkeit in Höhe des Sonderausgabenabzugs. Bei Zulagengewährung ist der der Vorteil entsprechend höher als die steuerliche Abzugsmöglichkeit.

Die Rentenbesteuerung der Riester-Rente in der Auszahlungsphase erfolgt daher nicht mit dem Ertragsanteil, sondern in voller Höhe. Zu beachten ist, dass dieses nur für den Teil der Auszahlungen gilt, der auf den geförderten Beiträgen beruht. Die Besteuerung der Rente für den übersteigenden Teil der Beiträge, der nicht auf geförderten Beiträgen beruht, erfolgt hingegen nur auf Basis des Ertragsanteils.

Auf spezielle Aspekte der Riester Rente, wie Wohn-Riester wird zu einem späteren Zeitpunkt eingegangen.

   

Welche Renten unterliegen der nachgelagerten Rentenbesteuerung?

Gemäß § 22 Nr.1 Satz 3 Buchst.a Doppelbuchst. aa EStG unterliegen folgende Rentenarten ab 2005 der nachgelagerten Rentenbesteuerung:

- Renten aus den gesetzlichen Rentenversicherungen;
- Renten aus landwirtschaftlichen Alterskassen;
- Renten aus berufsständischen Versorgungseinrichtungen oder
- Renten aus einer privaten Rentenversicherung i. S. d. Basisrente bzw. Rürup-Rente.

   

Versteuerung der Witwenrente

Auch die Rentenversteuerung der gesetzlichen Witwenrente erfolgt entsprechend der nachgelagerten Besteuerung. Ausschlaggebend für die Versteuerung der Witwenrente ist das Jahr, in welchem die Altersrente erstmalig bezogen wurde. Liegt das Todesjahr des Ehepartners etwa in 2015 und wurde die Altersrente von diesem bereits in 2005 erstmals bezogen, so liegt der nicht zu versteuernde Rentensteuer-Freibetrag der Rente entsprechend 2005 bei 50 Prozent der damaligen Rente.

   

Rentenbezieher und Kapitaleinkünfte

Aufgrund der teilweise relativ niedrigen Besteuerungsanteile bei den Renten kommt es nicht selten vor, dass das zu versteuernde Einkommen von Rentnern unter dem Einkommensteuer-Grundfreibetrag liegt. Das kann wichtig sein, wenn neben den Renten auch Kapitaleinkünfte vorliegen, bei denen Abgeltungsteuer einbehalten wurde. In diesen Fällen und auch, wenn ein Sparerpauschbetrag nicht in voller Höhe ausgeschöpft wurde, kann es nämlich bei Abgabe einer Steuererklärung zur Erstattung der einbehaltener Abgeltungsteuer kommen. Es sollte aber trotzdem sichergestellt werden, dass ein Freistellungsauftrag für die betreffenden Konten gestellt wurde.

   

Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung

Die Beitragssätze und Bemessungsgrenzen zur gesetzlichen Rentenversicherung können sich von Jahr zu Jahr ändern. Wer ermitteln will, welche gesetzlichen Rentenversicherungsbeiträge ein Angestellter zu zahlen hat, kann hierfür einen Lohnrechner verwenden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Seite Rentenbesteuerung.biz nur einige und keinesfalls abschließende Aspekte zur Rentenbesteuerung aufzeigen konnte. Die Seite wird aber in Kürze erweitert.


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Rentenbesteuerung-Haftung

rentenbesteuerung.biz - FAQ
1. Rentenversteuerung der Altersrente
2. Rentenbesteuerung private Rentenversicherung
3. Rürup-Rente
4. Steuervorteile für Rürup Rente in der Einzahlungsphase
5. Rentenbesteuerung der Rürup Rente in der Auszahlungsphase
6. Steuerliche Förderung Riester Rente
7. Welche Renten unterliegen der nachgelagerten Rentenbesteuerung?
8. Versteuerung der Witwenrente
9. Rentenbezieher und Kapitaleinkünfte
10. Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung



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